Was ist eine Testkonfiguration?¶
In der Testkonfiguration (TCF) werden im Wesentlichen das Testobjekt und vom Tool unabhängige Einstellungen konfiguriert. Dafür gibt es einen eigenen Testkonfigurationseditor.
Der Tab Allgemein enthält ganz allgemeine Einstellungen. Die Tabs Plattform, Steuergeräte und Buszugriff konfigurieren das zu testende System und Report, Ausführung und Globale Konstanten bieten weitere toolunabhängige Einstellungen an.
Für den ersten Start gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen einer einfachen Testkonfiguration im Wie anfangen? - Tutorial unter Erstellen einer neuen Testkonfiguration.
Auf dem Tab Plattform können die verwendeten HiL-/SiL-Modelle, Fehlersimulationen und weitere Funktionszugriffe ausgewählt und konfiguriert werden.
Info
Die Systembezeichner für Modell, Steuergeräte, Fehlersimulation und Buszugriff können in den im Abschnitt Systembezeichner angepasst werden.
Auf dem Tab Steuergeräte werden verschiedenen Steuergeräte eingestellt. Für jedes Steuergerät können die Softwareschnittstellen Applikation, Diagnose und Debugger konfiguriert werden. Dazu werden die in der Testbenchkonfiguration angelegten Ports des jeweiligen Typs (Applikationsport, Diagnoseport, Debuggerport) zur Auswahl angeboten. Dadurch wird die Verknüpfung zu dem Tool hergestellt, das die Schnittstelle anbietet. Das Weiteren werden hier Datenquellen angegeben, die benötigt werden, um auf die Größen im Tool zuzugreifen.
Auf dem Tab Buszugriff können ein oder mehrere verschiedene Busse konfiguriert werden. Für jeden Bus kann eine Busdatenbank angegeben werden, die alle Informationen, die in einem vernetzten Bussystem verarbeitet werden, sowie deren Beziehungen untereinander enthält. Weiterhin können konfigurierte Busports ausgewählt werden, die als Aktiver Knoten, zur Manipulation oder zum Überwachen genutzt werden sollen.
Info
Für die Busdatenbank werden DBC-Dateien, Fibex XML-Dateien, AUTOSAR XML-Dateien und LIN-LDF-Dateien unterstützt.
Auf dem Tab Globale Konstanten können Konstanten angegeben werden, auf die zugegriffen werden kann, solange die Testkonfiguration gestartet ist. Während der Testausführung kann auf diese Werte zugegriffen werden, außerdem können mit den globalen Konstanten Werte der Testbenchkonfiguration beeinflusst werden. Neben der direkten Eingabe von globalen Konstantennamen mit ihren Werten, können auch Konstantendefinitionsdateien angegeben werden.
Info
Im Konstantendefinitionseditor können globale Konstanten definiert und als Datei gespeichert werden. Diese GCD-Dateien (global constant definition) können dann in mehreren Testkonfigurationen oder bei der Parametrierung von Projektschritten wiederverwendet werden.
Die Optionen der anderen Tabs können für den Anfang mit den Standardeinstellungen belassen werden, weitere Informationen stehen in den zugehörigen Kapiteln:
Ist die Konfiguration abgeschlossen, wird die Testkonfiguration gespeichert und ausgewählt. Anschließend kann sie im Konfigurationen Fenster gestartet werden. Wenn auf Ports aus einer Testbenchkonfiguration zugegriffen wird, sollte für einen problemlosen Betrieb auch die passende Testbenchkonfiguration gestartet werden.