Was ist eine Testbenchkonfiguration?

Bei der Testbenchkonfiguration (kurz TBC) werden Prüfplatz-spezifische Einstellungen vorgenommen. In der Testbenchkonfiguration werden Hosts, Tools und Ports verwaltet. Dafür gibt es einen eigenen Testbenchkonfigurationseditor.

Ein Host ist ein Rechner, auf dem die zu verwendenden Tools installiert sind. Es kann sich dabei um den Rechner handeln, auf dem ecu.test installiert ist oder um einen entfernten Rechner. Letzteres setzt voraus, dass ein Tool Server auf dem Host installiert wurde.

Für den ersten Start gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen einer einfachen Testbenchkonfiguration im Wie anfangen? - Tutorial unter Erstellen einer neuen Testbenchkonfiguration.

In ecu.test wird jedes unterstützte Werkzeug, welches den Zugriff auf Testgrößen ermöglicht, als Tool bezeichnet. Ein Tool steht in der Testbenchkonfiguration nur dann zur Verfügung, wenn es auf dem zugehörigen Host installiert ist. Wenn Sie in der Liste angebotener Tools ein spezielles Tool vermissen, könnte die Ursache sein, dass dieses Tool auf dem jeweiligen Host nicht korrekt installiert wurde.

Die meisten Tools bieten mehr als eine Schnittstelle an, um auf den Prüfling zuzugreifen. dSPACE: ControlDesk bietet beispielsweise neben dem Zugriff auf Modell-Größen auch die Möglichkeit, Applikations-Größen (also Kalibrier- und Messgrößen) des verbundenen Steuergeräts zu adressieren. Die Trennung zwischen diesen verschiedenen Schnittstellen bildet ecu.test über sogenannte Ports ab. Für dSPACE: ControlDesk werden dementsprechend (unter anderem) ein Modell-Port und ein Applikations-Port angeboten. Andere Tools verfügen über andere Schnittstellen und werden folglich mit anderen Port-Typen verknüpft.

Nachdem die Begriffe Host, Tool und Port nun erläutert wurden, soll auf deren Erstellung eingegangen werden.

Zunächst wird mit Rechtsklick auf dem Knoten Toolkonfiguration ein neuer Host angelegt. Wird Lokal ausgewählt, so werden auf dem lokalen Rechner installierte und somit verfügbare Tools angezeigt. Analog dazu können auch entfernte Rechner angegeben werden, auf denen ein Tool Server läuft.

Das gewünschte Tool kann nun per Tool hinzufügen aktiviert und auf der rechten Seite die Eigenschaften konfiguriert werden. Außerdem können mit Neuer Port neue Ports angelegt werden. Welche Eigenschaften für ein Tool gesetzt werden können und was die einzelnen Optionen bedeuten, kann im Abschnitt Tools in der Dokumentation der jeweiligen Toolschnittstelle nachgelesen werden. Dort ist auch ersichtlich, welche Porttypen mit welchen Einstellungen für das Tool angeboten werden (z.B. Applikationsport, Busport, …).

Info

Für ein Tool kann in der Spalte Starten angegeben werden, ob das Tool beim Starten der Konfiguration Immer, Nie oder Wenn benötigt gestartet werden soll. Wenn die Initialisierung des Prüfstands manuell erfolgen soll, dann muss für das Tool Nie eingestellt werden.

Info

Für ein Tool kann in der Spalte Alias ein Toolalias angegeben werden, der in Konfigurationswechselschritten im Projekt angezeigt wird und für den eine Aktion zum Starten oder Stoppen des Tools angegeben werden kann.

Ist die Konfiguration abgeschlossen, wird die Testbenchkonfiguration gespeichert und ausgewählt. Anschließend kann sie im Konfigurationen Fenster gestartet werden, dadurch werden je nach gewähltem Startmodus auch die konfigurierten Tools gestartet.