Tab Logging¶
Auf dem Tab Logging werden alle Steuergeräte dargestellt, deren Log-Aufzeichnungen ecu.test
einlesen kann. Die verschiedenen Steuergeräte sind mit dem ECU-Symbol (
) versehen.
Beim Logging werden Botschaften (Frames,
) empfangen, die das
jeweilige Steuergerät sendet. Aktuell wird für das Logging ausschließlich das Protokoll
Diagnostic Log and Trace (DLT) unterstützt.
Das DLT-Protokoll wird in zwei Modi verwendet: verbose und non-verbose.
Non-Verbose
Im non-verbose-Modus wird in einer Beschreibungsdatei spezifiziert, welche Botschaften existieren
und welche Argumente diese enthalten. Diese Beschreibungsdatei (Fibex, .xml)
wird in der Testkonfiguration hinterlegt.
Diese Argumente können sowohl konstant (
) sein, als auch variabel (
).
Beide Arten können per Drag-and-Drop in den Signalaufnahmen-Reiter für die
Traceanalyse verfügbar gemacht werden. Unterstützt werden dabei .dlt und .pcap-Aufnahmendateien.
Eine DLT-Aufnahme enthält in der Regel DLT-Botschaften mehrerer Steuergeräte. Daher wird in der Testkonfiguration eine ECU-ID, auf die gefiltert werden soll, angegeben. Ist dieses Feld leer, wird nicht gefiltert.
Verbose
Im verbose-Modus ist in jeder einzelnen DLT-Botschaft selbst beschrieben, welche Argumente enthalten sind. Es gibt keine separate Beschreibungsdatei.
Um diese Botschaften dennoch mit ecu.test nutzbar zu machen, kann eine Filter-Konfiguration
verwendet werden. Dazu wird eine .dlf-Datei im Format des DLT Viewer der COVESA
in der Testkonfiguration hinterlegt. Jeder in der Datei
enthaltene Filter wird im Logging-Tab als Botschaft angezeigt.
Es ist darauf zu achten, dass zur Filterung der Botschaften eines bestimmten Steuergerätes, die Filter-Konfiguration entsprechend ergänzt werden muss.
Diese Botschaften können mit einem Lesen-Testschritt im Testfall ausgewertet werden. Gelesen wird dabei die jeweils zuletzt empfangene Botschaft, die dem Filter entspricht (bzw. bei Negativ-Filtern dem Filter nicht entspricht) in Form eines DltMessage-Objekts.
Dieses Objekt wird im Testreport als Text mit allen relevanten Eigenschaften dargestellt. Wenn man das gelesene Objekt in einer Testfallvariable speichert, können die in der API-Doku aufgeführten Methoden und Eigenschaften z.B. in einem anschließenden Berechnungs-Testschritt ausgewertet werden.
Auch DLT-Botschaften dieser Art können in den Signalaufnahmen-Reiter
gezogen werden. Aufgezeichnet werden in diesem Fall sämtliche DLT-Botschaften mit der in der
Testkonfiguration angegebenen Quell-IP-Adresse und -Port (ohne Berücksichtigung des jeweiligen
Filters). Die Aufzeichnung erfolgt im .dlt-Format, so dass die Botschaften nicht nur in der
Traceanalyse ausgelesen, sondern auch später z.B. im schon erwähnten DLT Viewer betrachtet werden können.
Info
Mithilfe der Tastenkombination CTRL+F besteht die Möglichkeit, bestimmte Botschaften oder Argumente zu suchen.