Tab Service¶
Der Tab Service wird angezeigt, wenn in der Testkonfiguration im Tab Buszugriff mindestens eine Busbeschreibungsdatei mit Service-Beschreibungen oder einem ausgewählten Service-Port konfiguriert wurde. Auf ihr werden die Service-relevanten Informationen aus der Beschreibungsdatei (wie Steuergeräte, Services, Methoden, Fields und Events) in einer Baumdarstellung angezeigt.
Die Parameter und Rückgabewerte der Methoden und Events sind häufig Werte mit komplexem Aufbau, wie Strukturen oder Arrays. Diese können weiter aufgeklappt werden, um Zugriff auf die skalaren Blattknoten und Substrukturen zu erlangen.
Testschritte für den Service-Zugriff lassen sich direkt vom Tab Service in den Testfall eingefügen. Voraussetzung dafür ist die Zuordnung eines Service-Ports (d.h. eines Werkzeugs für den Service-Zugriff, siehe auch ETHERNET) in der Testkonfiguration (Tab Buszugriff)
Info
Mithilfe der Tastenkombination CTRL-F besteht die Möglichkeit, bestimmte Methoden zu suchen und sichtbar zu machen.
Wichtig
Im Preprozess der Testausführung wird dem betreffenden Tool mitgeteilt, welche Events benötigt werden um die Akquirierung zu starten. Dieser Prozess findet im Hintergrund statt und kann einige Sekunden dauern. Es ist dadurch möglich, dass unmittelbar nach Testbeginn ein Event noch nicht empfangen wurde. Falls das ein Problem darstellt, kann zur Lösung ein Wait-Testschritt an entsprechender Stelle im Testfall eingefügt werden, oder der Lesen-Schritt mit Warte bis wahr und ggf. Erwartung ~Present~ parametriert werden.
Testschritte¶
- Methode ausführen
Ausgehend von Methoden-Elementen in der Baumansicht kann dieser Testschritt eingefügt werden, um Methoden auf entfernten Steuergeräten aufzurufen. Ist der Haken bei Antwort ignorieren nicht gesetzt und besitzt die Methode Rückgabewerte, blockiert der Testschritt solange, bis das Resultat zurückgegeben wurde. Bei bestimmten, anhand der Signalbeschreibung ersichtlichen, E2E-Strukturen ist ein automatisches Befüllen der Strukturelemente möglich. Dazu muss in der Testbenchkonfiguration ein Platzhalterwert vorgegeben werden, und hier dieser an alle Werte der E2E-Struktur zugewiesen werden. Unterstützt werden die Profile 4 und 7. Die Parametrierung des Testschritts erfolgt mit Hilfe des Ausführen-Dialogs.
- Methoden-Parameter lesen
Ausgehend von Methoden-Elementen in der Baumansicht kann dieser Testschritt eingefügt werden, um die Parameterwerte von durch beliebige Kommunikationsteilnehmer getätigten Methodenaufrufen mitzulesen. Die Parametrierung des Testschritts erfolgt mit Hilfe des Ausführen-Dialogs.
- Methoden-Rückgabewerte lesen
Ausgehend von Methoden-Elementen in der Baumansicht kann dieser Testschritt eingefügt werden, um die Rückgabewerte von durch beliebige Kommunikationsteilnehmer getätigten Methodenaufrufen mitzulesen. Die Parametrierung des Testschritts erfolgt mit Hilfe des Ausführen-Dialogs.
- Event lesen
Ausgehend von Event-Elementen in der Baumansicht kann dieser Testschritt eingefügt werden, um den zuletzt empfangenen Wert eines Events abzurufen und zu speichern. Die Parametrierung des Testschritts erfolgt mit Hilfe des Ausführen-Dialogs.
- Event senden
- Ausgehend von Event-Elementen in der Baumansicht kann dieser Testschritt eingefügt werden, um ein Event zu senden. Automatisches Befüllen von E2E-Strukturen ist analog zu Methode ausführen möglich. Die Parametrierung des Testschritts erfolgt mit Hilfe des Ausführen-Dialogs. Zyklisches Senden erlaubt das regelmäßige Senden des Events mit der angegebenen Zykluszeit parallel zur Testfallausführung. Event senden und Service-Simulation können gleichzeitig verwendet werden, wenn unterschiedliche Services angeboten werden und sich die IP-Adressen unterscheiden.
- Methode anbieten
Ausgehend von Methoden-Elementen in der Baumansicht kann dieser Testschritt eingefügt werden, um Methoden anzubieten, damit andere Teilnehmer sie aufrufen können. Automatisches Befüllen von E2E-Strukturen ist analog zu Methode ausführen möglich. Die Parametrierung des Testschritts erfolgt mit Hilfe des Ausführen-Dialogs. Dabei werden für die Rückgabewerte der Methode statische Werte vorgegeben. Methode anbieten und Service-Simulation können gleichzeitig verwendet werden, wenn unterschiedliche Services angeboten werden und sich die IP-Adressen unterscheiden.
- Blattknoten lesen bzw. Schreiben
Ausgehend von Blattknoten von Event- und Methoden-Elementen in der Baumansicht kann ein Lesen- oder Schreiben-Testschritt eingefügt werden, um Rückgabe- und Parameterwerte eines Events oder einer Methode aus der Kommunikation zwischen anderen Teilnehmern mitzulesen bzw. um einer externen Restbus-Simulation neue Werte zu hinterlegen. Die Parametrierung des Testschritts erfolgt mit Hilfe des Lesen- bzw. Schreiben-Dialogs.
Wichtig
Je nachdem, mit welchem Tool, welchem Port-Typ und (soweit wählbar) mit welchem TCP/IP-Stack auf Services zugegriffen wird, werden nur manche dieser Testschritte unterstützt.
Siehe dazu auch die Erklärung der verschiedenen Ethernet-Porttypen.
SERVICE [LwIP] |
SERVICE [System] |
SERVICE-(PCAP-)PASSIVE |
SERVICE_MANAGER |
|
Methode ausführen |
|
|
||
Methode anbieten |
|
|||
Methoden-Parameter bzw. -Rückgabewerte lesen |
|
|||
Event lesen |
|
|
|
|
Event-Blattknoten lesen |
|
|
|
|
Event-Blattknoten schreiben |
|
|||
Event senden |
|
Strukturen¶
Zur Bedatung der Testschritte und dem Speichern von Werten werden häufig Werte mit komplexem Aufbau, wie Strukturen oder Arrays, benötigt. Diese können in Form von Variablen des Typs Structure erzeugt werden. Der einfachste Weg zur Erstellung einer geeigneten Structure-Variable ist, den Parameter oder Rückgabewert aus dem Service-Reiter ins Variablenfenster und Datentypen zu ziehen.
Traceanalyse¶
Events, Methoden, sowie deren Blattknoten können außerdem als Signale in der Traceanalyse verwendet werden. Hierzu wird aktuell PCAP und BLF als Aufnahmeformat unterstützt.
Service-Modul generieren¶
Im Kontextmenü des Service gibt es eine Option, um ein Python-Modul zu generieren, das zur Simulation des gewählten Service verwendet werden kann.
