Vector: SIL Kit

Bisheriger/interner Bezeichner: VECTOR-SIL-KIT

Herstellerinformationen

Hersteller

Webseite

Produktname

Version

Vector Informatik GmbH

https://github.com/vectorgrp/sil-kit/

The Vector SIL Kit

v4.0.19, getestet bis v4.0.37

Kategorien

MDL 🛈

APL 🛈

BAN 🛈

BMA 🛈

SVC 🛈

DGN 🛈

FIU 🛈

EES 🛈

FCT 🛈

DBG 🛈

IMG 🛈

AUDIO 🛈

ENVSIM 🛈

ENVCOM 🛈

✓

✓

✓

✓

Signalaufnahmen 🛈

Dateiformat

Kommentar

*.asc

*.mf4

BUSACCESS - CAN(-FD)-Ports unterstützen nur MDF4 BusLogging. XCP-Ports unterstützen signalbasierte MDF4-Aufzeichnung.

*.pcapng

BUSACCESS - CAN(-FD)-Ports nutzen linktype=227. Die resultierenden Dateien können von der Traceanalyse nicht verarbeitet werden.

Plattform

Betriebssystem

Unterstützung

Windows

✓

Linux

✓

Info

Dieses Tool kann auf einem Host mehrfach konfiguriert und parallel verwendet werden.

Ports

Besonderheiten

Diese Schnittstelle ermöglicht direkten Zugriff auf simuliertes Ethernet sowie auf simulierte CAN-, CAN-FD-, LIN- und FlexRay-Busse. Sie erlaubt die Testschritte Signal-Lesen und Signalgruppe Lesen/Schreiben (alle Bussysteme) sowie Überwachen (nur CAN, CAN-FD, LIN und FlexRay) und unterstützt Signalaufzeichnung (alle Bussysteme), Rohdiagnose mit KWP2000 über ISO-TP (nur CAN), die Mini-Restbussimulation (nur CAN, CAN-FD und FlexRay) und Weitere Funktionen der hardwarenahen Bus-Anbindungen (alle Bussysteme).

Aktuell wird nur der nicht synchronisierte Simulationsmodus unterstützt.

Info

Die APPLICATION-Ports sind nur mit dem Add-on ecu.test calibration verfügbar.

Voraussetzungen

  • Das Vector SIL Kit muss auf dem Toolhost verfügbar sein. Da es nicht installiert wird, sondern an beliebiger Stelle entpackt werden kann, muss im TBC-Editor auf Toolebene der Pfad zur SilKit.dll (Windows) bzw. libSilKit.so (Linux) eingetragen werden.

  • ecu.test startet die SIL-Kit-Registry nicht selbst, sondern setzt voraus, dass diese bereits läuft und unter der in der TBC angegebenen URI erreichbar ist.

Hinweis zur Verwendung der Ethernet-Ports

Um mit anderen SIL-Kit-Teilnehmern Ethernet-Pakete austauschen zu können, muss in der TBC auf Port-Ebene der Name eines geeigneten Netzwerks sowie ein frei gewählter Kontrollername eingegeben werden.

Info

Weitere Informationen über die Zwecke der verschiedenen Ethernet-Porttypen und ihre Unterschiede finden sich auch in der Beschreibung des Tool-Adapters tracetronic: Ethernet. Alle hier nicht mit -RAW endenden Port-Typen außer ARP entsprechen dort gleichnamigen Typen mit Suffix bzw. Infix -PCAP.

Hinweis zur Verwendung der FLX-Ports

FlexRay-Ports sind nur dann in der Lage zu kommunizieren, wenn im SIL-Kit eine detaillierte Simulation unter Verwendung des NetworkSimulators stattfindet. Der NetworkSimulator ist jedoch nicht Bestandteil des SIL-Kit, sondern kann von der Vector Informatik GmbH bezogen werden.

Ports mit Simulationszeit verwenden

Um die Simulationszeit in den Ports zu verwenden, muss ein Port vom Typ MODELACCESS - DEFAULT angelegt werden und die Option Modellzeit aktivieren im Tool auf True gesetzt werden. Ohne diese Auswahl wird statt der Simulationszeit die Systemzeit verwendet.

Steuerung der Simulationszeit

Siehe auch Zeitverhalten: Echtzeit- und Simulationszeit-Modi.

Um die Simulationszeit im Testfall nutzen zu können, muss ein Port vom Typ MODELACCESS - DEFAULT angelegt und in der TCF verwendet werden. Dort ist er insbesondere auf der Karteikarte Ausführung unter Zeitverhalten als Quelle auszuwählen. Ohne diese Auswahl wird statt der Simulationszeit die Systemzeit verwendet.

Weiterhin sind folgende Hinweise zu beachten:

Schrittweise Ausführung in Simulationszeit

Dieser Modus wird aktuell nicht unterstützt.

Kontinuierliche Ausführung in Simulationszeit

Bei diesem Modus streamt ein zu diesem Zweck erzeugter SIL-Kit-Participant die aktuelle Simulationszeit zu ecu.test. Die Simulationszeit wirkt sich auf den Testfall selbst aus (z.B. Wait-Testschritte oder Zeitoptionen in Bewertungen). Weiterhin findet die Simulationszeit auch innerhalb von Kommunikationsprotokollen im Ethernet-Kontext Anwendung, z.B. bei der Einhaltung von Zykluszeiten, Timeouts etc.